Meniskusverletzungen

Beschreibung

Der Meniskus ist eine weiche Struktur im Kniegelenk und besteht hauptsächlich aus Kollagenfasern. Er vergrößert die Kontaktfläche zwischen den Knochen von Ober- und Unterschenkel. Aufgrund der weichen Materialeigenschaften kann der Meniskus einreißen. Dies kann unter gewissen Umständen heftige Schmerzen verursachen. Ein eingerissener Meniskus kann über eine längere Zeit zu einer Arthrose des Kniegelenks führen.

 

Symptome

Schmerzen meist im inneren Gelenksspalt des Kniegelenks.

 

Ursachen

Häufigster Grund für das Einreißen des Meniskus sind Sportverletzungen.

Bei abgenützten Kniegelenken ist der Meniskus oft zerschlissen, wobei diese altersbedingten Schäden im Normalfall nicht schmerzhaft sind.

 

Therapie

Nicht jeder eingerissene Meniskus muss operiert werden.

Oft kann mit einer gezielten Physiotherapie eine uneingeschränkte schmerzfreie Kniegelenksfunktion erreicht werden.

Wenn die Beschwerden trotz konservativer Therapie anhalten, kann bei jungen Patienten mit einem basisnahen Riss eine arthroskopische Meniskusnaht zur Schmerzfreiheit führen. Wenn der Meniskus im nicht durchbluteten basisfernen Teil einreißt, ist eine Meniskusteilresektion mit Glättung die Therapie der Wahl. Entscheidend für den operativen Erfolg ist eine genaue präoperative klinische Untersuchung

 

Nachbehandlung und Spitalsaufenthalt

Nach Meniskusnaht ist eine teilbelastende Mobilisierung mit zusätzlicher Schienenruhigstellung für ca. 4 Wochen notwendig. Rückkehr zu Kontaktsportarten erst  4 Monate nach Operation.

Nach Meniskusteilresektion ist eine vollbelastende Mobilisierung unmittelbar nach der Operation möglich, mit Krücken für ein bis zwei Wochen.

Der stationäre Aufenthalt beträgt gewöhnlich 2 Tage.