Arthrose des Handgelenks

Beschreibung 

Das Handgelenk ist komplex aufgebaut. Es besteht einerseits aus der körpernahen Gelenksfläche zwischen Elle und Speiche und den 4 körpernahen Handwurzelknochen, sowie einer Gelenksfläche zwischen den 4 körpernahen und 4 körperfernen Handwurzelknochen. Der Gelenksverschleiß betrifft meist das körpernahe Gelenk.

 

Symptome

Belastungsabhängige Schmerzen und selten auch Ruheschmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Bewegungseinschränkung kommen. Bei Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis entsteht im Laufe der Jahre häufig eine zunehmende Fehlstellung des Handgelenks.

 

Ursachen

Häufigste Ursachen für eine Arthrose in diesem Gelenk sind Fehlstellungen nach Speichenfrakturen oder rheumatoide Arthritis.

 

Therapie

Konservative Therapien wie Schmerztherapie, Rheumamedikation, Ergotherapie, Schienenversorgung und physikalische Medizin führen oft zu einer Beschwerdebesserung. Operationen können bei therapieresistenten Schmerzen, Fehlstellungen oder bei fortgeschrittenen Arthrosestadien zielführend sein.

Die zugrundeliegende Erkrankung, sowie Schweregrad der Arthrose und Anforderung des Patienten sind für die Art der Operation maßgebend. Bei Arthrosen im Anfangsstadium können gelenkserhaltende Eingriffe wie eine Verödung des sensiblen Nervenastes und Entfernung von überwuchernder Gelenksinnenhaut zielführend sein. Bei fortgeschrittenen Arthrosen kann bei Patienten, die keine übermäßig belastenden Tätigkeiten mehr durchführen und deren Knochenqualität gut ist, ein künstlicher Gelenksersatz mit einer Endoprothese sinnvoll sein. Bei noch hohen Anforderungen an das Handgelenk ist die Versteifungsoperation besser geeignet, da die Endoprothese bei hoher mechanischer Beanspruchung schnell auslockern kann. Aufgrund des seltenen Krankheitsbildes und des komplexen Aufbaus des Handgelenks ist die Expertise des Arztes für den Operationserfolg entscheidend.

 

Nachbehandlung und Spitalsaufenthalt

Postoperativ ist meist für 6 Wochen eine Ergoschiene zu tragen. Patienten mit einer Endoprothese sollen innerhalb der ersten 6 Wochen mit Bewegungstherapie beginnen. Die Operationen am Handgelenk werden in der Regel in Plexusanästhesie durchgeführt. Der stationäre Aufenthalt beträgt gewöhnlich 2-3 Tage.